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Donnerstag, 10.08.2017 14:00

„Georgia on my mind“

Zwei Lörracher zu Gast an der Georgia Tech

Chantal Häbig und Benedikt Mielke auf dem Campus der Georgia Tech in Atlanta (Foto: zVg)

„Georgia on my mind“ – der durch Ray Charles berühmt gewordene Jazzstandard trifft seit kurzem auch auf Chantal Häbig und Benedikt Mielke zu. Die beiden Studierenden der DHBW Lörrach haben drei Wochen am Georgia Institute of Technology, einer der renommiertesten staatlichen Forschungsuniversitäten der USA, verbracht und dort am „Intercultural Communication Program“ der Fulbright-Kommission teilgenommen. Mit diesem Summer Institute unterstützt Fulbright die weitere Internationalisierung dualer Studiengänge. Von den insgesamt 20 Teilnehmern der unterschiedlichsten Studienrichtungen aus ganz Deutschland kamen insgesamt fünf Studierende von der DHBW, darunter auch die beiden Lörracher Viertsemester.

Die Studierenden konnten mit dem angebotenen Programm ihre Fähigkeiten in der englischsprachigen Kommunikations-, Verhandlungs- und Präsentationstechnik ausbauen und haben Interessantes über Führungsverhalten und Leitungsstile im interkulturellen Umfeld erfahren. Neben einer Einführung in die US-amerikanischen Wirtschaftsstrukturen hatten die 20 Teilnehmer auch die Gelegenheit, sich intensiv mit dem Themen „Entrepreneurship“, Gründung von Start-up Unternehmen und der Analyse von Geschäftsmodellen zu befassen. Wie im amerikanischen Studiensystem üblich, wurden die Studierenden in die Vor- und Nachbereitung der Kursveranstaltungen eingebunden und haben aktiv an Projekten mitgearbeitet. Die Teilnehmer hatten – analog zu ihren amerikanischen Kommilitonen – Zugang zu den Bibliotheken, Computerräumen und Sport- und Freizeitanlagen auf dem Campus der Georgia Tech University.

Für Chantal Häbig, die in Lörrach den englischsprachigen Studiengang BWL - International Business absolviert und bei Franke Foodservice Systems in Rheinfelden arbeitet, waren die drei Wochen in Atlanta daher auch ein wichtiger Perspektivwechsel: „Es war eine einmalige Chance in das amerikanische Universitätsleben hineinschnuppern zu dürfen und gleichzeitig auch interkulturelle Unterschiede in den Kursen mit anderen internationalen Studierenden zu erleben sowie der amerikanischen Kultur näher zu kommen.“

Ergänzt wurde das akademische Programm mit Unternehmensbesuchen bei Porsche, Siemens und Thyssenkrupp. In den drei Wochen kam jedoch auch die Freizeit nicht zu kurz. Die Wochenenden und freien Abende haben die Studierenden genutzt, um noch mehr von der Stadt und der Umgebung zu sehen. Außer dem Besuch des Martin Luther King Centers und ausgedehnten Fahrten auf Riesen-Achterbahnen war die Fulbright-Gruppe auch live bei einem Spiel des Nationalsports Baseball dabei.

Alle Teilnehmer haben von der Fulbright-Kommission Stipendien erhalten, mit denen nicht nur die Programm- und Kursgebühren, sondern auch Unterkunft und Verpflegung auf dem Hochschulcampus sowie der gemeinsame Gruppenflug nach Atlanta finanziert wurde. „Viel wichtiger sind für uns allerdings die Erfahrungen und Erinnerungen sowie die Kontakte, die geknüpft werden konnten“, zieht Benedikt Mielke, der BWL-Gesundheitsmanagement studiert und seine Praxisphasen beim Pharmaunternehmen Hexal in Holzkirchen absolviert, stellvertretend für alle Fulbright-Stipendiaten ein positives Fazit.

Die Ausschreibung für das Programm im Jahr 2018 erfolgt voraussichtlich im Herbst 2017 auf der Internetseite der Fulbright-Kommission.