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Studierende zeigen großes Engagement am "Red Hand Day"

Am 12. Februar haben Studierende, auf Initiative der Unicef-Hochschulgruppe Lörrach, gegen den Missbrauch von Kindern als Soldaten protestiert. Dafür haben sie ihren roten Handabdruck gegeben.

v.l.n.r.: Elena Krieger, Mitglied Unicef-Hochschulgruppe Lörrach; Gerhard Zickenheiner, Bundestagsabgeordneter im Wahlkreis Lörrach-Müllheim; Anika Körnle, Leiterin Unicef-Hochschulgruppe Lörrach

Seit über 15 Jahren gibt es die Aktion "Red Hand Day" am 12. Februar, dem internationalen Gedenktag an das Schicksal von Kindersoldaten. Hunderttausende rote Handabdrücke wurden schon in über 50 Ländern gesammelt und an Politiker übergeben, so beispielsweise gestern an Gerhard Zickenheiner, Bundestagsabgeordneter im Wahlkreis Lörrach-Müllheim. Doch trotz vieler wichtiger Erfolge gibt es immer noch 250.000 Kindersoldaten weltweit.

Mit der Übergabe der Handabdrücke an die "Politik", haben Anja Körnle und Elena Krieger im Namen der Unicef Hochschulgruppe und Lörracher Studierende ihre Stimme abgegeben und damit die Politik aufgefordert, sich für ein Ende deutscher Waffenexporte in Krisenregionen einzusetzen, besonders wenn dort Kinder als Soldaten kämpfen müssen. Außerdem sollte Deutschland selbst dringend aufhören, Minderjährige zu rekrutieren.

"Jedes Kind auf der Welt hat das Recht auf eine Kindheit", betont Anja Körnle, Leiterin der UNICEF-Hochschulgruppe Lörrach. "Wir helfen ehrenamtlich mit, dass aus diesem Recht Wirklichkeit wird. Wir informieren über die Situation benachteiligter Kinder weltweit und suchen den Dialog mit der Öffentlichkeit – durch Gespräche, Informationsstände, Schulbesuche, Ausstellungen oder Pressearbeit. Mit kreativen Aktionen sammeln wir auch Spenden – ein wichtiger Beitrag, denn UNICEF finanziert sich ausschließlich aus freiwilligen Beiträgen."

Die Unicef-Hochschulgruppe trifft sich regelmäßig, um Aktivitäten zu planen. Jeder entscheidet selbst, wie viel Zeit und Kraft er oder sie einbringen kann und wie er sich engagiert – bei Spendenaktionen, in der Arbeit mit Schulen oder beim Grußkartenverkauf. Wer sich freiwillig engagieren will, wird in die UNICEF-Arbeit einbezogen und kann sich in Workshops Kenntnisse für seine Aufgaben aneignen. Eine eigene Online-Plattform bietet Arbeitsmaterialien und fördert den Austausch der ehrenamtlich Engagierten in ganz Deutschland. "So können wir gemeinsam viel bewegen – zum Beispiel mehr Kinder in die Schule bringen, Krankheiten zurückdrängen und Bewusstsein dafür schaffen, dass Kinder Persönlichkeiten mit eigenen Rechten sind.", so fasst Anja Körnle die ehrenamtliche Arbeit zusammen.

Fragen zum ehrenamtlichen Engagement in der Unicef-Hochschulgruppe Lörrach, können per E-Mail gestellt werden.

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