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Lörracher Professor zum Präsidenten des Aircargo Club Deutschlands gewählt

Auf der Mitte Januar 2018 stattgefundenen Jahreshauptversammlung wurde Prof. Dr. Christopher Stoller, Professor für Logistikmanagement und Leiter des Steinbeis-Zentrums Internationales Transportwesen, zum neuen Präsidenten des traditionsreichen Aircargo Club Deutschlands (ACD) gewählt.

Prof. Dr. Christopher Stoller

Der ACD ist seit 1963 eine branchenbezogene Interessens- und Diskussionsplattform zur Förderung des Luftfrachtverkehrs. Die rund 250 Mitglieder sind leitende Unternehmensvertreter der Luftfrachtbranche mit deutschlandweiter oder internationaler Verantwortung. Sie repräsentieren eine Wachstumsbranche, die Menschen, Länder und Industrien verbindet und den freien Welthandel ermöglicht. „Die nächste Bundesregierung muss dringend bessere Rahmenbedingungen für die deutschen Luftfrachtunternehmen schaffen“, sagte Prof. Dr. Christopher Stoller bei der Veranstaltung des ACD vor führenden Branchenvertretern. Ohne bessere Rahmenbedingungen drohe sich die Wettbewerbsfähigkeit der Branche in Deutschland ebenso zu verschlechtern wie die des gesamten Wirtschaftsstandortes, warnte Stoller. Grund für das im europäischen Vergleich deutlich geringere Wachstum deutscher Luftfrachtunternehmen seien schlechtere Rahmenbedingungen. Nachtflugverbote, lange Bearbeitungszeiten beim Ausbau von Flughäfen und Infrastruktur sowie die schleppende Umsetzung von EU-Vorgaben wie beim Zoll oder Sicherheitsvorschriften setzten der Branche zu. Zahlreiche ausländische Wettbewerber hätten durch staatliche Förderung, geringere Standortkosten sowie niedrigere Sozial- und Umweltstandards entscheidende Vorteile. Deutsche Luftfracht-Unternehmen könnten deshalb dringend notwendige Investitionen in digitale Prozesse hin zur Logistik 4.0 nicht mit dem nötigen Nachdruck tätigen, stellte der neue der ACD-Präsident heraus.