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Die Hochschule auf dem Smartphone

Studierende der DHBW Lörrach entwickeln Campus App

Foto: Prof. Dr. Erik Behrends, Florian Lehner, Felix Monschein, Felix Gerbig und Heike Rose (v.l.n.r.) (Foto: DHBW Lörrach)

Früher gab es Vorlesungsverzeichnisse als gedruckte Broschüren, die Speisepläne hingen in der Mensa aus und Mitteilungen wurden am Schwarzen Brett veröffentlicht. Inzwischen sind all diese Informationen natürlich auf den Internetseiten der Hochschulen zu finden und dort für Studierende abrufbar, so auch an der DHBW Lörrach. Ab dem Studienjahr 2016/17 bietet die Lörracher Hochschule ihren Studierenden nun aber zusätzlich eine Smartphone-App, in der sie die wichtigsten Informationen für ihr duales Studium im Dreiländereck finden.

Es gibt die App für Android- und iOS-Geräte. Download unter: Android bzw. iOS

Die Vorteile liegen dabei auf der Hand. Als „digital natives“ nutzen Studierende tagtäglich Apps auf ihren Smartphones. Der Mehrwert entsteht durch die übersichtliche und komfortable Bedienoberfläche und eine klare Nutzerführung im mobilen Einsatz.

Von Studierenden für Studierende

Im Unterschied zu anderen Hochschulen, an denen es ähnliche Programme auch gibt, wurde die Lörracher Campus App jedoch nicht von einem externen Anbieter programmiert, sondern gemeinsam von Studierenden und Dozierenden entwickelt. Die Idee für die Campus App wurde gemeisam von der Studierendenvertretung, dem Rektorat und der Verwaltung der DHBW Lörrach erarbeitet. „Uns war es wichtig, von Anfang an viele Kommilitonen in das Vorhaben einzubeziehen, um eine möglichst hohe Akzeptanz für das spätere Ergebnis zu bekommen“, betont der Studierendensprecher Felix Gerbig. Das Konzept für die App basiert daher auch auf den Ergebnissen einer groß angelegten Umfrage der Studierendenvertretung unter allen Studierenden.

Die Umsetzung erfolgte dann im Rahmen verschiedener Lehrveranstaltungen des Studienzentrums für Informatik und IT-Management (SZI). Unter der Leitung von Erik Behrends, Professor für Wirtschaftsinformatik, entwickelten mehrere Gruppen zunächst verschiedene Prototypen und starteten dann mit der Programmierung der eigentlichen App. „Reale Projekte wie dieses sind für unsere Studenten enorm wichtig. Denn neben dem eigentlichen Programmieren müssen sie dabei auch ihre Projektmanagementkenntnisse unter Beweis stellen“, fasst Erik Behrends den akademischen Nutzen der App-Entwicklung zusammen.

Den letzten Schliff bekam die App von Florian Lehner und Felix Monschein verpasst. Im Projektseminar ihres Studiengangs Software Engineering haben sich die beiden darum gekümmert, letzte Programmierfehler zu beheben, das Layout und die Benutzerführung zu optimieren und sich immer wieder Rückkopplung bei ihren Kommilitonen zu holen, welche Funktionalitäten eine App im Studienalltag haben sollte. Die Rückmeldungen von rund hundert Studierenden, die die App bereits getestet haben, seien sehr positiv ausgefallen, berichten Florian und Felix stolz. Wie die Campus App dann im Studienalltag ankommt, erfahren die beiden allerdings nicht mehr persönlich, da sie Ende September ihr Bachelor-Studium erfolgreich beendet haben und von ihrem Partnerunternehmen übernommen wurden. Für Florian Lehner geht es nahtlos ins Berufsleben weiter. Felix Monschein hingegen nimmt sich erst mal eine Auszeit vom Programmieren und geht mit seiner Freundin elf Monate auf Weltreise, bevor er wieder ins Dreiländereck zurückkehrt.