Nachrichten

Donnerstag, 23.10.2014 09:11

Ministerin besucht Duale Hochschule

Rund 730 junge Menschen haben im Oktober ihr duales Studium an der DHBW Lörrach begonnen. Die Verbindung von anerkanntem Hochschulstudium und praktischer Berufserfahrung erfreut sich sowohl bei den Studieninteressierten als auch bei den beteiligten Unternehmen wachsender Beliebtheit. Die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Theresia Bauer hat sich nun auf Einladung des Landtagsabgeordneten Josha Frey bei einem Besuch vor Ort über die Besonderheiten des dualen Studiums im Dreiländereck informiert und gemeinsam mit der Hochschulleitung, Studierenden und Unternehmensvertretern über die Entwicklungsperspektiven der Lörracher Hochschule diskutiert.

Auf dem Foto u.a.: Ministerin Theresia Bauer, MdL (4.v.r.), Rektor Prof. Dr. Theodor Sproll (6.v.r.), Josha Frey, MdL (2.v.r.). [Foto: DHBW Lörrach]

Die DHBW Lörrach hat, nicht zuletzt durch die Hochschulwerdung vor fünf Jahren, enorm an Attraktivität gewonnen. Seit 2010 ist die Zahl der Studienanfänger um mehr als ein Viertel gestiegen, so dass in Lörrach inzwischen mehr als 2.100 Studierende ihr duales Studium absolvieren. Neben dem grundlegenden Prinzip des kontinuierlichen Wechsels und damit der engen Verzahnung zwischen Theorie und Praxis sind es vor allem die passgenauen und ausdifferenzierten Studienangebote, die die Lörracher Hochschule auszeichnen.

Aufgrund der Lage im Dreiländereck ist das Thema Internationalisierung für die DHBW Lörrach von besonderer Bedeutung. Einzigartig sind die beiden trinationalen Studiengänge International Business Management und Mechatronik trinational, die in Kooperation mit Hochschulen in der Schweiz und Frankreich angeboten werden. „Gerade die immer wieder von allen Seiten geforderte Internationalität zeichnet den DHBW-Standort in Lörrach in besonderer Weise aus. Hier kommt ihr die geografische Lage im Dreiländereck zugute, was bei der Weiterentwicklung des Studienangebots sicherlich von Vorteil sein wird. Diese Chance gilt es zu nutzen, damit die DHBW in Lörrach auch weiterhin Erfolgsgeschichte schreibt“, sagte Ministerin Bauer während ihres Besuchs. Im Rahmen ihres Internationalisierungskonzepts hat die Hochschule vor zwei Jahren den ersten rein englischsprachigen BWL-Studiengang eingerichtet und baut derzeit die bereits bestehenden Kooperationen mit chinesischen Universitäten weiter aus.

Von großer strategischer Bedeutung ist der gesamte Bereich des Gesundheitswesens, in dem nicht nur ein genereller Bedarf an Fachkräften besteht, sondern aufgrund gestiegener Anforderungen auch immer mehr akademisch qualifizierte Nachwuchskräfte benötigt werden. Der seit Jahren etablierte Studiengang BWL-Gesundheitsmanagement wurde daher im vergangenen Jahr mit einem Bachelor-Studiengang in Physiotherapie ergänzt. Perspektivisch seien auch weitere Angebote wie z.B. Pharmatechnik und Pflegemanagement angedacht, so der Rektor der DHBW Lörrach Prof. Dr. Theodor Sproll.

Um den Studierenden auch weiterhin hervorragende Lehr- und Lernbedingungen bieten zu können, sei gerade vor dem Hintergrund der gestiegenen Studierendenzahlen eine auskömmliche und vor allem nachhaltige Finanzierung sowie adäquate Räumlichkeiten unabdingbar, stellte Rektor Sproll fest. Derzeit habe die Hochschule ein Flächendefizit von rund 2.500 Quadratmetern.

Bei der Suche nach neuen Standorten bzw. der Weiterentwicklung unterstützte der Abgeordnete Josha Frey die Forderung der Studenten und der Hochschule nach einer besseren Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und der Einführung eines Semestertickets.

Für die Partnerunternehmen hat sich die DHBW Lörrach zu einem unverzichtbaren Bestandteil der hiesigen Bildungslandschaft entwickelt, so Hans-Joachim Harrer, Vorsitzender des Lörracher Hochschulrats. Die DHBW leistet einen wichtigen Beitrag dazu, die dringend benötigten Nachwuchskräfte zu qualifizieren und frühzeitig ans Unternehmen zu binden, um so dem Fachkräftemangel vorzubeugen.

Wie gut die Verknüpfung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft am Standort Lörrach funktioniert wurde auch bei einem anschließenden Besuch im Lörracher Innovations-Center Innocel deutlich. Michael Schirmeier, Geschäftsführender Gesellschafter der Livetec GmbH, ist selbst Absolvent des Studiengangs Elektrotechnik der Lörracher Hochschule. „Das Studium an der DHBW Lörrach hat meinen beruflichen Werdegang entscheidend geprägt, weil mir dabei frische Ideen, Lust am Studieren und effizientes Arbeiten vermittelt wurden. Dadurch habe ich die besten Voraussetzungen für die Gründung eines Unternehmens mit auf den Weg bekommen.“ Dass er nach wie vor von der DHBW überzeugt ist, zeigt sich daran, dass momentan ein Student der DHBW Lörrach seine Praxisphasen im Unternehmen absolviert.