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Pressemitteilungen der Pressekonferenz über die Preisverleihung der Dr. K. H. Eberle Stiftung

Am 13.03.2019 fand die Pressekonferenz für die kommende Preisverleihung des Dr. K. H. Eberle Preises am 21.03.2019 statt.

Gruppenfoto mit dem Hotel Stadt Lörrach (weißer Turm) im Hintergrund: Theodor Sproll (von links) von der DHBW sowie Thomas Schwind und Georg Freiherr von Schönau von der Dr. K. H. Eberle Stiftung (Bild: Peter Gerigk)

Bericht Badische Zeitung, 14.03.2019 (Peter Gerigk):

Preis steigert Reputation

Der Ärger über das Landes-Wissenschaftsministerium wegen des Streits über den Auftrag und Finanzbedarf der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) ist kaum verraucht, da betonen der Hochschul-Standort Lörrach und die Lörracher Dr. K. H. Eberle Stiftung die Bedeutung von Forschung und Fördermittel: Bei einem Mediengespräch haben sie am Mittwoch den für beide Partner hohen Wert ihrer Zusammenarbeit hervorgehoben.

Zwei Aussagen bringen dies auf den Punkt. Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Thomas Schwind betonte: „Unsere Begeisterung für die DHBW ist sehr, sehr groß.“ Dies beruhe auch auf der Tatsache, dass der 2015 verstorbene Stiftungsgründer Karl Helmut Eberle „nach seinem Tod bekannter wird, als er es vorher war“. „Die Stiftung ist für die DHBW in Lörrach so etwas wie ein Sechser im Lotto“, fasste Rektor Theodor Sproll zusammen. „Der im Landeshochschulgesetz verankerte Forschungsauftrag der DHBW kann mit der Stiftung auf ein ganz anderes Niveau gehoben werden.“ 1 Million Euro bekam die DHBW seit 2017 von der Stiftung.
Erneut 500 000 Euro Preisgeld erhält die DHBW Lörrach nächsten Donnerstag für ein weiteres Forschungsprojekt, das zukunftsweisend, innovativ und interdisziplinär sein soll, wie es in der Auslobung des seit 2017 jährlich vergebenen Preises steht. Die Lörracher gehören wie die Unis in Tübingen und Konstanz zu den Einrichtungen, die die Stiftung fördert. In Lörrach stehen die Projekte der Preisträger unter der Überschrift der Digitalisierung, für die „wir ein Kompetenzzentrum aufbauen und das Wissen an unsere Ausbildungsunternehmen weitergeben wollen“, wie Sproll ankündigte.

Sproll: Preisgeld setzt Kreislauf in Gang

Der Weg, den die Stiftung mit ihrem Preisgeld der DHBW weist, führe nicht in eine Einbahnstraße, betonte der Rektor. Hingegen setze das Geld einen Kreislauf in Gang: Es fließe in die Lehre an der DHBW, wo das Lehrangebot damit kompetenter gestaltet werden könne; so steige die Attraktivität des Standorts, der die besten Studierenden anziehe, die dem Talentpool der Unternehmen zur Verfügung gestellt werden könnten. „Das dient dem ganzen Standort und der regionalen Weiterbildung“, sagte Sproll. „In nur drei Jahren führte das Ganze zu einem Anstieg der Reputation der DHBW. Ohne die Mittel der Stiftung wären wir nicht in der Lage, so ein Angebot zu machen.“
Georg Freiherr von Schönau, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Stiftung, hob auch die gute Zusammenarbeit von Stiftung und Hochschule rund um die Preisverleihung hervor: „Die DHBW ist für uns der ideale Partner, die Umsetzung und der enge Kontakt könnten kaum besser sein.“ Die Dr. K. H. Eberle Stiftung sei eine der bundesweit größten privaten Stiftungen. Insgesamt sei für ihn das Befriedigendste an der Partnerschaft, dass die Preisträger keine Grundlagenforschung betreiben, sondern die praktische Anwendbarkeit bei der Preisverleihung im Vordergrund steht – das habe Eberle sehr am Herzen gelegen. 
Die DHBW kann fest mit dem Preisgeld planen, versicherte Schwind: „Das Schöne ist: Wir sind in der Lage, die Preise verlässlich auszuzahlen. Das ist der Vorteil des immobiliengestützten Unternehmens.“ Dies sei nicht zu unterschätzen, wies von Schönau darauf hin, dass manche andere private Stiftungen angesichts der geringen Sparzinsen „vor sich hindarben“, weil die Ausschüttung ihres Vermögens Restriktionen ausgesetzt sei.

 

Bericht Oberbadische Zeitung, 14.03.2019 (Michael Werndorff):

Das Profil weiter geschärft

DHBW - Förderung der Dr. K.H. Eberle Stiftung unterstützt die Standortentwicklung der DHBW Lörrach

Für die Duale Hochschule Baden-Württemberg in Lörrach, die seit dem Jahr 2009 auch einen Forschungsauftrag inne hat, spielt die finanzielle Förderung durch die Dr. K. H. Eberle-Stiftung mit Sitz in Lörrach eine große Rolle. Diese hilft, Forschungsprojekte voranzubringen und die DHBW im Wettbewerb um die klügsten Köpfe stärker zu positionieren.

Durch die Unterstützung der Stiftung konnte der Forschungsauftrag auf ein ganz anderes Niveau gehoben werden, sagte DHBW-Rektor Theodor Sproll gestern im Rahmen eines Pressegesprächs im Vorfeld der Verleihung des Dr. K. H. Eberle Preises, die am 21. März im Georg H. Endress Auditorium der Lörracher DHBW stattfinden wird.

„Offen sein für Neues“ lautete die Devise des Stifters Dr. Karl Helmut Eberle – ein Mann, der vor allem für das Innovative und Ungewöhnliche zu begeistern war, berichteten Georg Freiherr von Schönau, stellvertretender Vorstandsvorsitzender, und Vorsitzender Thomas Schwind vor den Medien.

So sei es evident, dass die Stiftung wissenschaftliche Vorhaben, die zukunftsweisend, innovativ und auch interdisziplinär sind, durch die Vergabe von Förderpreisen im Rahmen eines hochschulinternen Wettbewerbes unterstützt. Seit 2016 fördert die Stiftung die Universitäten Tübingen, Konstanz und die DHBW Lörrach. Vorhaben, die insbesondere die Verbindung von Wissenschaft, Forschung und Anwendung in den Vordergrund stellen, gelten bei der Stiftung als besonders förderungswürdig.

„Ein wichtiges Auswahlkriterium ist dabei der intensive Anwendungsbezug, aber auch die internationale Ausrichtung spielt eine Rolle, wenn es um die Frage geht, welches Projekt finanziell unterstützt werden soll“, sagte Schwind.

Die DHBW Lörrach und die Stiftung verbinde der Anspruch, ein „Bildung-, Wissens- und Transferpartner“ mit einem Mehrwert für die Region zu sein.

Dies zeigt sich an den seit 2017 geförderten Projekten der DHBW Lörrach. Zweimal ging der Preis bereits an ein Projekt von Ossmane Krini. In der ersten Verleihung wurde das Projekt „Sicherheitsgerichtetes und autonomes Assistenzsystem im Industrie 4.0 Umfeld“ in Zusammenarbeit mit Frauke Steinhagen ausgezeichnet, erinnerte Sproll. Im vergangenen Jahr wurde der mit 300 000 Euro dotierte Preis dem Projektvorhaben „Duale Forschung und Entwicklung eines neuen, autarken und intelligenten Rollstuhls für die Steigerung der Lebensqualität für körperlich behinderte Menschen im E-Health Umfeld“ zugesprochen.

Darüber hinaus konnten an der DHBW Lörrach durch die Förderung von Sonderprojekten weitere wissenschaftliche Vorhaben verwirklicht werden. Diese gingen über die eigentliche Vergabe des Stiftungspreises hinaus.

Vor dem Hintergrund der Digitalisierung will die DHBW ein Kompetenzzentrum mit großer Strahlkraft aufbauen, sagte Sproll. In Sachen Forschung würden sowohl die Partnerunternehmen als auch die DHBW profitieren. So habe die Forschung nicht nur einen direkten Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung der Partnerunternehmen, gleichzeitig könne die DHBW eine aktuelle Lehre anbieten und ihre Attraktivität steigern. All dies käme zudem der regionalen Entwicklung zugute. „Für die DHBW ist die Stiftung ein Glücksfall“, lobte Sproll. „Ohne diese Mittel – für die Jahre 2017 und 2018 geht es insgesamt um eine Million Euro – wären wir nicht in der Lage, diese Projekte umzusetzen und das Profil der DHBW weiter zu schärfen.“

Dass die finanzstarke Stiftung auch für die Zukunft gut aufgestellt ist, betonte Georg Freiherr von Schönau. Das sei der Vorteil des immobiliengestützten Vermögens, verwies er auf die derzeitige Zinspolitik. „Uns freut es, den Preis verlässlich vergeben zu können. Die DHBW ist für uns ein idealer Partner.“ Die Stiftung, die vom Medizinier und Immobilienmakler Dr. Karl Helmut Eberle gegründet wurde, erhält zahlreiche Förderanträge, die gesichtet und bewertet werden müssen, erläuterte Schwind den Arbeitsaufwand. Für den 21. März steht nun die dritte Verleihung des Dr. K.H.Eberle Preises an. Die Titel der eingereichten Projekte lauten „Teaching for tomorrow“, „EMV Precompliance und vergleichende Simulation“, „Praxis-integriertes duales Studienkonzept für den nachhaltigen Aufbau von Arbeitsplätzen in Ländern Afrikas“, „Business for tomorrow“, „Aufbau eines Forschungs- und Transferzentrums ‚Smart City‘“, „Datenbank für Elektrofahrzeuge“ und „Aufbau eines primärqualifizierenden Studiengangs Physiotherapie“.