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Nachhaltiger Tourismus in Theorie und Praxis bei der "Summer School für Nachhaltigkeit" an der DHBW Lörrach

Die Welt zu Gast in Lörrach - zum zweiten Mal bot die Duale Hochschule Baden-Württemberg einer Gruppe internationaler Studierender die Gelegenheit, sich durch die Teilnahme an der englischsprachigen DHBW Summer School on Sustainability 2018 an den DHBW Standorten Mannheim, Stuttgart, Heilbronn und Lörrach intensiv mit dem Thema "Nachhaltigkeit" zu beschäftigen und Baden-Württemberg kennen zu lernen. Die DHBW Lörrach offerierte dabei Ende Juli ein zweitägiges Modul, dass das Thema "Nachhaltiger Tourismus – Sustainable Tourism" fokussierte.

Studierende des Studiengangs Tourismus präsentieren die Urlaubsregion Schwarzwald.

Die Teilnehmenden während der Praxistour am Feldberg.

Am ersten Programmtag wurden die 12 Gäste vom Rektorat, Wendy Fehler, der Expertin für nachhaltigen Tourismus, und Prof. Dr. Sylvia Gnad vom International Office, an der DHBW in Lörrach begrüßt. Die erste Veranstaltung am Vormittag zielte darauf ab, den Studierenden in einem grundlegenden Vortrag ein Basiswissen über "sustainable tourism" zu vermitteln. So wurde z. B. verdeutlicht, dass der Tourismus weltweit einer der am schnellsten wachsenden Wirtschaftszweige ist, dessen Wertschöpfung sich auf nahezu 10 Prozent des globalen Bruttosozialproduktes beläuft und in dem jeder 11. Job angesiedelt ist, weswegen die Nachhaltigkeit in einem so großen Sektor von herausragender Bedeutung ist.

Im Anschluss wurden in verschiedenen Workshops in Gruppenarbeit einzelne Aspekte des Themas weiter vertieft. Dabei konnten die internationalen Gäste auch eigene Eindrücke und Erfahrungen aus ihren jeweiligen Heimatländern in die Diskussion einbringen. Für den Nachmittag hatten Lörracher DHBW-Studierende aus dem Bereich Tourismus eine Reihe von Präsentationen vorbereitet. So bekamen die Lörracher Studierenden die Gelegenheit ihren Gästen verschiedene praktische Beispiele für nachhaltigen Tourismus in der Region anhand von kurzen Vorträgen vorzustellen.

Am zweiten Tag machte die Gruppe einen Ausflug "in die Praxis". Zunächst ging es zum Feldberg. Der Schwarzwald, der etwa 9 Millionen Besucher pro Jahr hat, bietet viele Gelegenheiten, die Herausforderungen zu studieren, die das Management einer so stark nachgefragten Destination mit sich bringt. Der Feldberg ist das am stärksten frequentierte Ziel im Schwarzwald und entsprechend schwierig ist es, den großen Zustrom an Besuchern und die naturräumlich begrenzten Ressourcen unseres höchsten Berggipfels in Einklang zu bringen.

Der Biologe Dr. Stefan Büchner, Leiter des Naturschutzzentrums, nahm sich drei Stunden Zeit, der DHBW Gruppe bei einer Exkursion durch das Naturschutzgebiet am Feldberg zu erläutern, wie dieser Zielkonflikt in der Praxis aufgelöst werden kann. Dr. Büchner gelang es, den Studierenden ein hohes Maß an wertvollen einschlägigen Informationen zu vermitteln und die anstrengende Wanderung bei heißen Temperaturen kurzweilig und unterhaltsam zu gestalten. Danach besuchte die Gruppe das Schloßgut Ebringen. Der Leiter des DHBW Studienganges Tourismus, Prof. Dr. Valentin Weislämle, erklärte den Studierenden, unterstützt vom Gutsverwalter und Winzer, die wirtschaftliche Bedeutung des Weinbaus und des Wein-orientierten Tourismus für die Region woran sich eine Weinprobe anschloss.

Zum Ausklang der Summer School 2018 waren sich die Studierenden einig, dass die beiden Tage in und um Lörrach ein voller und nachhaltiger Erfolg waren.