Nachrichten

In China hat das Jahr des Hundes begonnen

Austauschstudenten in Lörrach feierten in das Jahr hinein

Chinesische Silvesterfeier im Hause des DHBW Professors

Die chinesischen Austauschstudenten an der DHBW Lörrach feierten am 15. Februar in das Jahr des Hundes hinein. Seit 2008 studieren jährlich 10 bis 12 junge Chinesen von der Beijing Wuzi University in Peking in Lörrach. Die Studierenden besuchen zwei Semester lang Veranstaltungen im Studiengang BWL - Spedition, Transport und Logistik und absolvieren am Ende ein sechswöchiges Praktikum in südbadischen Unternehmen. Das Praktikum war der explizite Wunsch der chinesischen Hochschule, weil das Studium in China sehr theoretisch angelegt ist. „Die Austauschstudierenden sollen durch das Praktikum wenigstens einen kleinen Eindruck vom Dualen Studium bekommen“, erläutert der Professor Dr. Armin F. Schwolgin das bewährte Konzept, welches auch eine interkulturelle Betreuung miteinschließt.


(Kein) Heimweh am Neujahrsfest

Obwohl die jungen Studierenden sich in der Regel gut integrieren und über die modernen Kommunikationstechnologien den Kontakt zur Familie und den Freunden halten können, kommt im Laufe des Jahres schon einmal Heimweh auf. Dies ist oft um das chinesische Neujahrsfest, auch Frühlingsfest genannt, der Fall. In diesen Tagen treffen sich chinesische Familien traditionell in großer Runde, ähnlich wie in Deutschland zu Weihnachten. “Um dem Heimweh keinen zu großen Raum zu geben, haben meine Frau und ich bereits zu Beginn der Hochschulkooperation entschieden, die Chinesen am Vorabend des chinesischen Neujahrsfestes in unser Haus einzuladen, um das Fest mit ihnen gemeinsam zu begehen“, begründet Professor Schwolgin das familiäre Engagement. 


Das Neujahrsmenü ist seit Jahren gleich

Als Vorspeise wird Hochzeitssuppe serviert, der Hauptgang besteht aus gegrillten Schweinshaxen mit Sauerkraut und Knödeln. Danach gibt es „Eis mit Heiß“, Vanilleeis mit flambierten Kirschen aus dem Schwarzwald. Dazu natürlich einen guten Tropfen aus dem Markgräfler Land. Dabei lernen die Chinesen dann, dass deutscher Weißwein kein Reisschnaps ist, wie letzterer auf „Chenglish“ oft genannt wird.


Das Jahr des Erdenhundes

Das gerade begonnene neue Jahr ist das Jahr des Hundes, genauer des Erdenhundes. Der chinesische Kalender kennt zwölf Tierzeichen. Da den Tierzeichen zusätzlich für jedes Jahr ein Element aus der Fünf-Elemente-Lehre Holz, Feuer, Erde, Metall oder Wasser zugeordnet wird, gibt es nicht nur das „Jahr des Hundes“, sondern das Jahr der „Erden-Hundes“. Ein kompletter Zeitkreis dauert 60 Jahre und beginnt dann wieder von vorne. Dem Jahr des Hundes folgt 2019 das Jahr des Schweins, genauer des Erdschweins. Es ist noch ein Geheimnis, ob es dann im Haus des DHBW Professors ein Marzipanschwein zum Nachtisch geben wird.


Merkmale der im Jahr des Hundes geborenen Menschen

Ähnlich wie unseren Tierkreiszeichen werden auch den chinesischen Tierzeichen bestimmte Charaktermerkmale zugeordnet. Menschen, die im Jahre des Hundes geboren wurden, besitzen viele Eigenschaften, die in China als besonders positiv angesehen werden, z.B. Loyalität, Ehrlichkeit, Freundlichkeit, Zuverlässigkeit und Verschwiegenheit. Sie sind nicht sehr experimentierfreudig und oft sehr konservativ. Auf der anderen Seite sind sie häufig exzentrisch, eigensinnig und sogar egoistisch. Sie kümmern sich nicht um Reichtümer und Geld, sind aber immer großzügig. Sie haben hohe moralische Ansprüche und kritisieren oft die Fehler anderer.