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Workshop zum Thema „Funktionale und Cyber-Sicherheit“ an der DHBW in Lörrach

v.l.n.r: Prof. Dr. Ossmane Krini (Verantwortung Sicherheitstechnik); Prof. Theodor Sproll (Rektor der DHBW); Prof. Dr. Josef Börcsök (Universität Kassel); Jürgen Wiegand (embeX, Geschäftsführer); Prof. Jörg Thietke (Dekan Technik); Martin Wüstefeld (SICK AG, Head of CU Functional Safety)

Einen sehr gut besuchten Workshop zum Thema „Funktionale und Cyber-Sicherheit“ durfte der Rektor der Dualen Hochschule (DHBW) Lörrach, Prof. Theodor Sproll, am 8. Dezember 2017 im Georg H. Endress Auditorium an der DHBW am Standort Lörrach eröffnen. Herr Sproll betonte in seiner Einführung, dass die Funktionale Sicherheit in der letzten Zeit zur einer enorm hohen Nachfrage und Interesse geführt hat. Darauf hat seine Hochschule am Standort Lörrach rechtzeitig reagiert und das Lehrangebot entsprechend breiter aufgestellt. Als Ergebnis hat der Studiengang Elektrotechnik mit den Dualen Partnern eine neue Ausrichtung mit dem Schwerpunkt Funktionale und Cyber Sicherheit aufgesetzt.

Organisiert wurde die Veranstaltung bereits zum zweiten Male von Prof. Dr.-Ing. Ossmane Krini, seit zwei Jahren Professor im Studiengang Elektrotechnik, einem ausgewiesenen Experten aus dem Bereich der Sicherheitstechnik.
Als Keynote-Speaker konnte Prof. Dr. Josef Börcsök von der Universität Kassel gewonnen werden, der sehr anschaulich unter dem Titel „Sicherheitstechnik zum Anfassen“ referierte. Weitere hochkarätige Referenten waren der Geschäftsführer der Firma Embex, Freiburg, Jürgen Wiegand, der die enorme Bedeutung der Sicherheitstechnik in der Ausbildung hervorhob und Martin Wüstefeld von der SICK AG, dort konzernweit verantwortlich für die Funktionale Sicherheit. Dieser zeigte an bereits umgesetzten Beispielen, wie sich zukünftig das Zusammenarbeiten von Robotern und Menschen verändern wird. Dadurch, dass mechanische Sicherheitseinrichtungen durch optische und elektronische Sensoren ersetzt werden können, ist eine ganz neue, zukunftsweisende Form der Produktionstechnik, ein sehr enges Miteinander von Mensch und Maschine, möglich.

Viele der anwesenden Unternehmensvertreter haben von einem enormen Handlungsdruck gesprochen. Dafür braucht es qualifiziertes Personal, das jedoch bis jetzt noch fehlt.

Zuletzt durfte Prof. Krini, der vor seiner Lehrtätigkeit an der DHBW Leiter der Funktionalen Sicherheit bei der ZF Lenksysteme GmbH sowie Entwicklungsleiter für Aktiv-Lenkungen bei der Robert Bosch GmbH war, das Wort ergreifen. Er gab zunächst in einem Rückblick ein Update zum Thema „Sicherheitstechnik“ in der Lehre an der DHBW Lörrach. Er konnte von der sehr erfolgreichen Einführung der ersten Vorlesungsmodule im Studiengang Elektrotechnik berichten und zeigte auch erste Kooperationen mit benachbarten Studiengängen vor Ort auf. Ebenfalls konnte Herr Prof. Krini in zahlreichen Einzelgespräche mit den Dualen Partnern die Nachfrage für mehr „Sicherheit in der Lehre“ identifizieren.

Prof. Krini versicherte, dass bereits im ersten Quartal des kommenden Jahres zahlreiche neue Module im Lehrplan des Studiengangs Elektrotechnik wiederzufinden sein werden.

Das kundige Fachpublikum unterstrich jeweils durch ihre sehr detaillierten Fragen und auch in der offenen Diskussionsrunde am Ende der Veranstaltung die stetig steigende Bedeutung des Workshop-Themas. Dekan der DHBW am Standort Lörrach, Prof. Thietke, betonte zum Schluss des Workshops, dass er die Einführung der Sicherheitstechnik in der Lehre sehr unterstütze. Er sei überzeugt, dass das Thema sehr zukunftsträchtig ist.