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Ordnungspolitik zum Frühstück

Christian Sommer referiert über die Zukunft Chinas

 

Foto (DHBW) v.l.n.r.: Prof. Dr. Heike Walterscheid, Christian Sommer, Prof. Dr. Theodor Sproll

Eine Premiere der besonderen Art fand vor Kurzem im Steigenberger Hotel Stadt Lörrach statt. Gemeinsam mit dem Aktionskreis Freiburger Schule und dem Walter-Eucken-Institut hatte die DHBW zum ersten Ordnungspolitischen Frühstück in Lörrach geladen Die Idee dieser Veranstaltung, die bereits in Freiburg seit einigen Jahren erfolgreich vom Aktionskreis Freiburger Schule angeboten wird, ist die Förderung der Diskussion aktueller wirtschaftspolitischer Fragestellungen im Kontext der Tradition der Freiburger Schule als theoretischem Wegbereiter der sozialen Marktwirtschaft.

Heike Walterscheid, Professorin für Volkswirtschaftslehre an der DHBW, begrüßte die rund 30 geladenen Gäste, darunter viele Vertreter der Partnerunternehmen der Dualen Hochschule. Im Kontext des Lebensthemas von Walter Eucken liege das Engagement der DHBW mit Ihrer ausgeprägten Nähe zu Unternehmen auf der Hand, so Walterscheid. „Es sind nicht die politiknahen und politisierenden, sondern, im Sinne der Evolution die innovativen, anpassungsfähigen und auf den produktiven Wettbewerb fokussierten Unternehmen, die in einer Marktwirtschaft zu Wachstum und Wohlstand einer Gesellschaft beitragen.“ Dafür wiederum bräuchte es gut ausgebildete, innovationsaffine und anpassungsfähige Fachkräfte, die in Unternehmen dazu beitragen, diese Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und zu steigern. Allesamt Attribute, die die DHBW Ihren Absolventen zu vermitteln versucht, so Walterscheid in ihrem Eingangsreferat. 

Als Gastredner begrüßte sie Christian Sommer, der Geschäftsführer und Vorsitzender des German Centre Shanghai ist, seit über 20 Jahren in China lebt und ausgewiesener Experte der dortigen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft ist. In seinem Vortrag „Xi Jinpings zweite Amtszeit –Wohin steuert China?“ fokussierte Christian Sommer auf die Fortsetzung des Wandels in China, die Spannungsfelder zwischen kultureller Prägung und Herausforderungen des globalen Wettbewerbs. In seinem lebhaften Vortrag schilderte Christian Sommer anschaulich, nicht nur aktuelle und zukünftige geopolitische Fragen, sondern skizzierte auch die Konsequenzen der nationalen sowie globalen wirtschaftspolitischen Ausrichtung Chinas. Hierbei ergaben sich dann wieder zahlreiche Berührungspunkte mit ordnungspolitischen Themenfelder wie den Rahmenbedingungen für deutsche Direktinvestitionen, aber auch für Unternehmensaufkäufe durch chinesische Investoren im Ausland sowie die expansiven Direktinvestitionen in die Ressourcensicherung in anderen Ländern und Kontinenten. 

In der anschließenden Gesprächsrunde diskutierten die Teilnehmer angeregt mit dem Referenten und informierten sich insbesondere über die Auswirkungen für bestehende und künftige Geschäftsbeziehungen deutscher Unternehmen in China und für jene Unternehmen in Deutschland, die sich inzwischen in chinesischem Eigentum befinden.

Zum Abschluss waren sich alle Anwesenden einig, dass das erste Ordnungspolitische Frühstück in Lörrach ein gelungener Start in die halbjährliche Veranstaltungsreihe mit Fortsetzung im Frühjahr 2018 war.