Duales Studium in Südafrika und Mozambique

Das Forschungsprojekt LaTFURE (Learning and Teaching Tools Fuelling University Relations with the Economy in Mozambique and South Africa) ist ein Förderprojekt des EU-Programm Erasmus+ in der Sektion „Capacity Building in the field of Higher Education“. In mehreren Schritten und Teilprojekten sollen die institutionellen und staatlichen Rahmenbedingungen für eine enge Verzahnung von akademischer und beruflicher Bildung in Mozambique und Südafrika reflektiert und verbessert werden.

Im Forschungsprojekt LaTFURE übernimmt die Donau Universität Krems in Österreich die Konsortialführerschaft und koordiniert das Projekt mit 15 anderen Europäischen und Afrikanischen Partnern. Eine dieser Partnerschaften übernimmt dabei die DHBW Heilbronn zusammen mit der DHBW Lörrach.

Das Projekt LaTFURE hat zum Ziel das Duale Studienmodell in der Hochschullandschaft von Südafrika und Mozambique zu etablieren. Durch die Kombination aus akademischem Lernen an der Hochschule in Verbindung mit praktischem Lernen in der Arbeitsumgebung, bietet dieses Modell eine Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und ihrem wirtschaftlichen und sozialen Umfeld. Das Modell fördert dabei nicht nur den Aufbau von qualifizierten Arbeitnehmern und damit einen Gewinn für die Wirtschaft und Gesellschaft sondern unterstützt auch eine intensivere Kooperation im Forschungsbereich. Ein weiterer Pluspunkt ist dabei auch die Möglichkeit für Studierende ihre Ausbildung teilweise selbst zu finanzieren. Die Einführung dualer Studiengänge bietet somit eine nachhaltige Form der Hochschulfinanzierung und stellt einen Weg dar Ungleichheiten in Bezug auf Studienzugangsbedingungen entgegen zu wirken.

Die Auswahl der Pilot-Studiengänge fiel auf die Bereiche Tourismus und Rohstoffindustrie. Die in diesen Branchen identifizierten Qualifikationslücken sollen durch die Einführung des Modells geschlossen und zu einer positiven Entwicklung der Länder und dessen Wohlstand beitragen. Dazu wird von den Projektteilnehmern systemische und institutionelle Unterstützung vor Ort angeboten. So werden beispielsweise auch Workshops mit Vertreter(inne)n aus Wirtschaft, Politik und Hochschulen in den beiden afrikanischen Ländern stattfinden. Auf dieser Grundlage sollen dann Pilotprogramme umgesetzt sowie geeignete Lehr- und Lernmethoden implementiert werden.

Im ersten Schritt werden mindestens zwei duale Studiengänge in Südafrika wie auch in Mozambique in den Bereichen Rohstoffindustrie und Tourismus eingeführt werden. Diese werden dann als Proof-to-concept-Modelle Grundlage für eine systemische Expansion des Studienmodells in Südafrika und Mozambique sein.

Konsortiummitglieder:

  • Donau Universität Krems, Österreich
  • FH Joanneum Graz, Österreich
  • CHE Centrum für Hochschulentwicklung, Deutschland
  • DHBW Duale Hochschule Baden-Württemberg, Deutschland
  • University of Tampere, Finnland 
  • Eduardo Mondlane University, Mozambique
  • University Lurio, Mozambique
  • University of Zambeze, Mozambique
  • Ministry of Science, Tehcnology, Higher Education and Vocational Training, Mozambique
  • University of the Western Cape, South Africa
  • Cape Peninsula University of Technology, South Africa
  • University of the Witwatersrand, South Africa
  • University of Limpopo, South Africa
  • University of Cape Town, South Africa
  • University of Mpumalanga, South Africa
  • Department of Higher Education and Training, South Africa

Weitere Informationen finden Sie auf der LaTFURE Projekt-Webseite: http://moodle.donau-uni.ac.at/latfure/ 

Projektzeitraum: Februar 2017 – Februar 2020

Projekt-Koordinator: Donau Universität Krems, Österreich

Projektpartner: 15 Partner

Kontakt (DHBW Lörrach)