Stress abfedern - Burnout vorbeugen

Stress abfedern - Burnout vorbeugen

Bericht von Bastian Baumann (TMB13A)

Am Samstag, den 01. Februar 2014, fand ein Coaching Saturday zum Thema „Stress abfedern – Burnout vorbeugen“ statt. Mit elf Teilnehmern geleitete Frau Monika Herzog eine relativ kleine Gruppe durch den abwechslungsreichen Samstag.

Im Allgemeinen kann man sagen, dass das Thema, welches uns durch die ganze Veranstaltung näher gebracht wurde, von (meist positivem) Stress, über die Überlastung bis hin zum Burnout alles Wichtige umfasste, was es im einleitend zu diesem Thema zu wissen gibt.

Neben zahlreichen Fakten und der Herkunft des „Burnouts“ wurde uns mit verschiedenen Spielen und Aufgaben vermittelt, in welcher Stressphase wir uns derzeit befinden und wie wir diesen abfedern können. Ein Beispiel dazu war eine Atemübung, die Frau Herzog mit uns durchführte und welche in der Gruppe sehr verschieden Anklang fand. Einige der Teilnehmer fühlten sich danach mit neuer Kraft gestärkt (gewünschtes Resultat der Übung), andere hingegen fühlten sich eher müde und erschöpft. Frau Herzog wies darauf hin, dass solche Übungen teilweise erst nach mehrmaligem Wiederholen erfolgreich sind.

Eine Frage, die uns durch den ganzen Tag begleitete lautet: „Ist Burnout nur eine Modekrankheit bzw. ein Hype?“.

Es lief darauf hinaus, dass ziemlich alle Teilnehmer nach reichlichen Diskussionen zu diesem Thema erkannten, dass es sich dabei nicht um einen Hype handelt, sondern dass sich die Menschen in der heutigen Zeit in einer immer schneller verändernden Welt befinden. Sie werden immer größeren Belastungen, Stress und Druck ausgeliefert. Beim Burnout spricht man deswegen häufig von dem „Hamsterrad“ in dem sich ein Mensch befindet, d.h. dass er sich immer schneller bewegen bzw. weiterentwickeln muss und nie an ein Ziel kommt oder teilweise noch nicht einmal ein Ziel in Aussicht hat.

Heutzutage tritt die Krankheit deshalb natürlich häufiger auf als beispielsweise vor hundert Jahren. Doch es gibt Aufzeichnungen aus dem Ende des 19. Jahrhunderts von ähnlichen Symptomen wie die des heutigen Burnouts.

Im Laufe des Seminartages wurden uns die fünf Phasen von Stress näher gebracht, wobei es bis zum Ende der dritten Phase möglich ist, sich selbst von diesem Stress zu befreien oder diesen zumindest abzufedern. Ab der vierten Phase wird dann professionelle Hilfe nötig, da man selbst kaum noch Chancen hat dies alleine zu bewältigen.

Mit Hilfe dieser fünf Einteilungen (1=positiver Stress bis 5=Burnout) können die Phasen des Stresses metaphorisch aufgezeigt werden: 1. Brennen auf die Arbeit; 2. Meine Flamme brennt; 3. Das Flackern; 4. Sparflamme; 5. Flamme erlischt.

Mit zahlreichen Beispielen erklärte Frau Herzog, wann wir uns in welcher Phase befinden. Nach einem zertifizierten Test war das Resultat daraus, dass die meisten Teilnehmer Personen sind, die sich nicht leicht aus der Ruhe bringen lassen. Doch es gilt trotzdem immer Vorsicht zu bewahren. Oftmals erleiden Menschen diese Krankheit, die bei sich selbst am wenigsten damit rechnen oder überhaupt nicht an diese Krankheit glauben.

Es ist wichtig zu jedem Stressfaktor einen gleich gewichteten Ausgleich zu haben. Es gibt verschiedene Möglichkeiten dazu. Manche Menschen „schalten ab“, wenn sie Sport treiben, andere lesen ein Buch, gehen in die Natur etc. Diesen Weg zum Ausgleich muss jeder Mensch individuell für sich finden. 

Zum Ende des Tages schauten wir uns noch das Thema der vier Lebensbereiche an. Diese lauten „Arbeit / Leistung“, „Körper / Gesundheit“, „Beziehungen (Familie / Soziale Kontakte)“ und „(Lebens-) Sinn / Kultur / Freizeit“.

Es galt 100% auf diese vier Lebensbereiche zu verteilen (Wie viel Energie stecke ich täglich in welchen Lebensbereich?). Im ersten Schritt musste die aktuelle Situation festgehalten werden. Im zweiten Schritt sollten die Teilnehmer aufschreiben, wie sie sich die Energieverteilung in diesen vier Lebensbereichen in der Zukunft vorstellen und zum Schluss sollten Wege gefunden und in kleinen Gruppen diskutiert werden, wie man diese Ziele erreichen kann.

Es ist zu sagen, dass der Tag ein großer Erfolg war. Die Teilnehmer, wie auch die Leiterin des Seminars waren sehr motiviert und es gab spannende Diskussionen zu allen Bereichen des Themas.

Ich bedanke mich bei allen Teilnehmern, bei Frau Monika Herzog und bei dem Coaching Saturday Team für diesen aufschlussreichen Tag.

Abschließend bleibt ein Zitat, welches das Wichtigste des Themas Burnout bereits mit wenigen Worten umfasst: „Alles ist möglich“ bis „Nichts mehr geht“.