Studienfahrt - Istanbul

Kurzfristig konnten wir ein spannendes und umfangreiches Programm auf die Beine stellen - unsere 3 Tage waren gut gefüllt. Doch bevor alles begann, sammelten wir am ersten Abend schon zahlreiche Eindrücke der türkischen Metropole: der schallende Gebetsaufruf vom Muezzin aus den Lautsprechern der Minaretten, frischer Fisch auf Eis präsentiert, Apple tea (sehr süßer Apfeltee), die Galata-Brücke, welche den Südteil mit dem Nordteil der Stadt verbindet - gesäumt von Männern fleißig am Fischen (natürlich ohne jegliche Lizenz), Nargile (Wasserpfeife), viele kleine Gassen, einige herunterkommende Hausfassaden, viele Männer und wenige Frauen waren zu sehen…

Tag 1 - Gemütlichkeit und türkischer Schick

Natürlich stand zu Beginn erst einmal eine Bosporus-Fahrt an: Während der Tour kamen wir unter anderem an der Bosporus-Brücke vorbei - die Verbindung zwischen den beiden Kontinenten, auf denen Istanbul liegt. Hier konnten wir viele Villen entlang der asiatischen Seite betrachten, sowie die Skyline im Süden Istanbuls, die vorallem durch die vielen Moscheen auffällt und beeindruckt. Wir genossen die gute Aussicht mit dem typischen Chai Tee und ließen noch einmal die Seele baumeln, bevor es zu unserem ersten Unternehmenstermin gehen sollte.

Wieder an Land und nach einem schnellen Imbiss (der Einfachheit wegen - Döner), ging es  mit rasant fahrenden Taxifahrern zu unserer Hotelbesichtigung: das Fünf-Sterne-Hotel Kempinski öffnete für uns seine Tore. Dort bekamen wir eine ausführliche Führung durch die verschiedenen Bereiche und über das große Anwesen. Unsere junge, sehr sympathische Ansprechpartnerin begeisterte uns für ihr Unternehmen und sogar der Hotelmanager persönlich - der übrigens aus Deutschland kommt - nahm sich ein paar Minuten Zeit für uns. Besonders in Erinnerung geblieben ist uns wohl der unglaublich hohe Preis von 40.000 Euro, den man als Gast in der größten Suite des Hotels für eine Nacht dabei haben sollte. Nichts desto trotz war es für alle interessant zu sehen, wie ein so angesehenes und erfolgreiches Haus agiert und ausgestattet ist.

Tag 2 - Alte Geschichten und neue Erfahrungen

Auch für unseren zweiten Tag hatten wir weitere Termine vereinbart - diesmal mit zwei verschiedenen Incoming-Agenturen. Einmal handelte es sich dabei um Atatur, einmal um Alpetour. Atatur ist im allgemeinen als die „türkische Tui“ bekannt und wir wurden dort sehr freundlich und landestypisch mit Tee willkommen geheißen. Unser Ansprechpartner erklärte uns alle Abläufe sehr detailliert und wusste auch über die Stadt Istanbul an sich, ihre Bewohner und ihre Geschichte einiges zu sagen. Auch andere Mitarbeiter vor Ort sprachen gut Deutsch und versuchten uns einen kurzen Einblick in ihre Abteilung zu ermöglichen. Anschließend stärkten sich alle in der Mittagspause, einige erklommen auch den Galataturm oder ließen sich in der nahegelegenen Altstadt ein wenig treiben. Die Büros von Alpetour lagen etwas außerhalb der Stadt, wir kamen aber dank netter Begleitung des Geschäftsführers von Alpetours sicher an. Auch hier wurden wir mit landestypischen Spezialitäten und Tee/Kaffee empfangen. Mit fließendem Deutsch wurde uns die Unternehmensphilosophie, die Abwicklung vor Ort, aber auch die türkische Lebensweise und  Kultur vermittelt.

Der weitere Tag verlief jetzt je nach Vorlieben unterschiedlich - einige verschlug es in die blaue Moschee, eines der bekanntesten Wahrzeichen Istanbuls. Wer noch nie von der blauen Moschee gehört hat, sollte diese schnellstens aufsuchen. Dabei gilt: Schuhe aus-, und Frauen bitte ein Kopftuch überziehen! Natürlich war der Bereich zum Beten für Frauen und Männern getrennt. So ein Besuch mag zwar etwas befremdend aber durchaus zu empfehlen sein; es herrschte eine ruhige, angenehme Atmosphäre - ganz anders als erwartet.

Tag 3 - Ein traumhaftes Verhängnis

Zum Abschluss hatten wir das Glück eine Stadtführung der besonderen Art zu bekommen: ein Blick hinter die Fassade des historischen Istanbuls. Dabei begaben wir uns in die versteckten Gassen, Innenhöfe, Werkstätten und Handwerkshöfe. Der Spaziergang führte uns auch in die erlebnisreiche Welt der Basare. Der Höhepunkt war der Ausblick von einem der alten Dächer unweit des Basars - man hatte einen phänomenalen Blick über die gesamte Stadt.

Den letzten Abend wollten wir alle gemeinsam ausklingen lassen. Ein anatolisches Restaurant mit Essen & Trinken im Sitzen auf gemütlichen Kissen und Polstern hatte es uns besonders angetan. Einige bestellten leckere Gözlem (Pfannkuchen), andere würzigen Reis oder Köftte (Fleischbällchen). Dazu trinkt man am besten Bira (Bier) und wer sich den Türken komplett anpassen möchte, sollte Ayran probieren (Joghurtdrink).

Wer nun selbst Lust auf einen baldigen Türkeitrip bekommen hat, sollte bedenken, dass das Verhandeln von Preisen auf den Straßen, kleinen Läden und Märkten zur Kultur gehört. Bei hohen Preisen sollte man sich also nicht abschrecken lassen und handeln um einen angemessen Preis zu finden, der Käufer und Verkäufer glücklich macht.

Abschließend bleibt zu sagen – wir hatten eine tolle Studienfahrt und bedanken uns herzlich bei Frau Wendy Fehlner, die mit uns Touristikern (ausnahmsweise auch mal Touristen) die Straßen Istanbuls unsicher gemacht hat. Was uns bestimmt in Erinnerung bleibt, ist die bunte Mischung der Menschen, der Basare, der Gewürze und Sehenswürdigkeiten…

       Teşekkür! (Danke) - Kurs WTD 13C, BWL-Tourismus